Ortsverein Karlsruhe-Mitte

Antifa I. - NPD in Durlach

Gemeindenachrichten

"Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz haben in unserer Stadt keinen Platz",

bekräftigte Oberbürgermeister Heinz Fenrich am Montag, dem 14.04.08 die klare Position von Stadt und Gemeinderat gegenüber rechtem Gedankengut. Aus diesem Grund haben das Stadtoberhaupt und die Fraktionen des Karlsruher Gemeinderats beschlossen, in einer öffentlichen Veranstaltung über Ziele und Methoden der rechtsextremen Szene aufzuklären.
Damit wolle die Stadt Karlsruhe ein deutliches Zeichen gegen rechtsextremes Gedankengut setzen und gleichzeitig die Öffentlichkeit über Strategien und Praktiken so genannter Kameradschaften und anderer Vereinigungen am rechtsextremen Rand aufklären. Diese seien nämlich für Außenstehende auf den ersten Blick oft nicht zu durchschauen. In der Sitzung des Hauptausschusses informierte Oberbürgermeister Heinz Fenrich am Dienstag, 29.04.08 die Mitglieder über die Vorgänge rund um das Anwesen in der Badener Straße 34 in Durlach. "Die Stadt Karlsruhe wird sich auch weiterhin entschlossen gegen rechtsextremistisches Gedankengut zur Wehr setzen und alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um ein Zentrum der NPD oder anderer rechtsextremer Vereinigungen in der Badener Straße 34 zu verhindern", teilte Fenrich mit und erklärte, das Gebäude sei seit Montag wieder versiegelt.
Die Diskussion um die Eröffnung eines NPD-Zentrums in Karlsruhe hat offenbar Folgen. "Sensibilisieren und über Strategien und Praktiken von Vereinigungen und Organisationen informieren, die im rechtsextremen Feld agieren" - das möchte die Stadt mit einer Info-Veranstaltung am Samstag, 14. Juni, im Konzerthaus.
Darauf hat sich die vorbereitende Projektgruppe, der wichtige Akteure der Gesellschaft angehören , verständigt. Der Samstagnachmittag am 14. Juni soll mit Workshops, Diskussion, Fachreferaten, künstlerischen Einlagen und Ausstellungen die breite Öffentlichkeit ansprechen, wobei, so die Projektgruppe, gerade auch Jugendliche erreicht werden sollen.
Der Info-Nachmittag soll Beginn für ein aktives breites Bündnis gegen jede Art von Extremismus und Auftakt für eine Reihe von weiteren Veranstaltungen sein. Erklärter Wille der Projektgruppe ist, sich des Themas Extremismus nachhaltig und dauerhaft anzunehmen, weshalb weitere Veranstaltungen, etwa für Multiplikatoren, folgen sollen. Die federführende Dienststelle Bürgerservice und Sicherheit wird nun zur Abstimmung in der Projektgruppe ein Programm erarbeiten. Dabei geht es um Prävention sowie Information über Symbolik, Methoden und Ziele von Gruppierungen, die am rechten Rand agieren.
Bereits Ende Mai wird es vor allem eine Schüler und junge Leute ansprechende Veranstaltung in der Durlacher Karlsburg geben. "Darauf haben sich das Stadtamt und der Ortschaftsrat Durlach gemeinsam mit Vereinen, der Bürgerschaft und allen Schulen des Stadtteils in Reaktion auf die Vorgänge in der Badener Straße 34 verständigt", heißt es in der Pressemitteilung der Stadt.
Quelle: KA-NEWS

 
 

Parsa Marvi Bundestagsabgeordneter vor Ort