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Ortsverein Karlsruhe-Mitte

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Masterplatzgarantie (14. März 2013)

Die Kreis-Delegierten-Konferenz der SPD Karlsruhe-Stadt möge beschließen:

Wir setzen uns dafür ein, dass künftig jeder Bachelor-Absolvent selbst darüber entscheiden kann, ob er nach diesem Abschluss ein Master-Studium aufnimmt oder nicht. Wir fordern daher:

  1. Dass das in Artikel 12 Grundgesetz verankerte Recht auf freie Ausbildungs- und Berufswahl auch für den Übergang vom Bachelor zum Master gilt und das Landeshochschulgesetz entsprechend novelliert wird.
  2. Die Hochschulen die nachgefragten Kapazitäten an Masterstudienplätzen schaffen und die dafür benötigten Mittel durch das Land bereitgestellt werden.
  3. Alle Bachelorstudierende an ihrer Hochschule eine Vorabzulassung für einen konsekutiven Masterstudiengang erhalten.
  4. Die Landesregierung das versprochene Ausbauprogramm „Master 2016“ konsequent und bedarfsgerecht umsetzt und die Hochschulen dabei früh in die Gestaltung einbindet.

Begründung:

Rechtsanspruch auf einen Masterplatz durch den Bachelorabschluss

Derzeit ist der Bachelor nach § 29 (2) LHG der sogenannte „Regelabschluss“. Dies entspricht jedoch nicht der Realität. Der aktuelle Bildungsbericht 2012 stellt fest, dass an den Fachhochschulen ca. 50% und an den Universitäten sogar ca. 75% der Studierenden nach ihrem Bachelorabschluss ein Masterstudium aufnehmen. Aufgrund der steigenden Tendenz dieser Quoten befürchten die Autoren des Berichts in den nächsten Jahren einen starken Nachfrageüberhang bei Masterstudienplätzen.

Folglich muss allen Studierenden mit Bachelorabschluss die Aufnahme eines Masterstudiengangs ermöglicht werden. Eine Abweichung von dieser Maxime muss als Sparmaßnahme am Bildungssystem enttarnt werden. Der freie Zugang zu Bildung muss auch für Masterstudiengänge gelten. Nur so werden die Voraussetzungen für echte Wahlfreiheit geschaffen. Diese Wahlfreiheit muss für Studierende aller Hochschulformen gelten.

Mit einer Vorabzulassung zum Masterstudium zusammen mit der Aufnahme des Bachelorstudiums erhalten die Studierenden dringend benötigte Planungssicherheit. In vielen Studiengängen ist der Master unumgänglich. Studierende brauchen daher von Anfang an die Sicherheit, ihr Studium mindestens mit dem Master abschließen zu können. Niemand will über Brücken von Bachelor-Ingenieur*innen fahren oder die eigenen Kinder von Bachelor-Lehrer*innen unterrichten lassen. Auch die Studierenden nicht.

Hochschule 2012 – Master 2016

Die doppelten Abiturjahrgänge (z. B. 2012 in Baden-Württemberg und 2013 in Nordrhein-Westfalen) stellten und stellen die Hochschulen vor gewaltige Herausforderungen. Daher muss das Programm „Hochschule 2012“ evaluiert und ggf. ausgebaut werden. Konsequenterweise muss außerdem im Sinne der Ausfinanzierung der Hochschulen das Ausbauprogramm „Master 2016“ umgesetzt werden, mit dem nach den Bachelorstudiengängen auch die Masterstudiengänge auf die doppelten Jahrgänge vorbereitet und somit neue Kapazitäten auf allen Ebenen geschaffen werden.

Adressat: Landtagsfraktion, Landesparteitag

 
 

SPD-GEMEINDERATSFRAKTION

 

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