Der Ortsverein Karlsruhe-Mitte lehnt die Veranstaltung „Intel Friday Night Game“ am 6. Juni
in der Schwarzwaldhalle ab. Dort werden Computerspiele wie „Counter strike source“
öffentlich gespielt, die das Legen von Bomben, das Entführen von Geiseln und das Töten
von Menschen zum Inhalt haben. Oberbürgermeister Fenrich muss sicherstellen, dass die
Karlsruhe Messe und Kongress GmbH künftig für diese oder ähnliche Veranstaltungen keine
Räumlichkeiten mehr vermietet.
NZZ vom 24.05.08
von Manfred Schneider
Vor gut einhundert Jahren verkündete die schwedische Autorin Ellen Key das «Jahrhundert des Kindes». Jetzt ist das Jahrhundert der Infantilisierung angebrochen. Die Gesellschaften Mitteleuropas, die ihren Fortbestand nicht mehr durch Kinder, sondern durch das perpetuum juvenile der Alterslosigkeit anstreben, haben dem Kindlichen nicht abgeschworen, sondern sie erheben Kindlichkeit ohne Kinder zur reifen Lebensform.
Der Planungsausschuss des Gemeinderates hat dem „Lichtplan“ für Karlsruhe „einhellig zugestimmt“ (so sinnigerweise die BNN am 2.5.2008). Ein Büro für Lichtgestaltung hat in diesem „Lichtplan“ (Kosten: 120.000 Euro) 115 Punkte im Stadtbild aufgezeigt, an denen Lichtprojekte bis zum 300. Stadtgeburtstag im Jahr 2015 verwirklicht werden können. Damit soll Karlsruhes Fächergrundriss als Alleinstellungsmerkmal hervorgehoben werden. Als weitere Ziele gelten eine bessere Orientierung bei Nacht, das Herausheben der Stadteingänge und eine Stärkung der Identität. Im Vorgriff auf den Lichtplan wurden in den letzten Jahren bereits das Naturkundemuseum, der Kirchplatz St. Stephan, das Prinz-Max-Palais, der Platz der Grundrechte sowie die Kaiserstraße illuminiert. Derzeit werden Leuchtbänder im Boden in der Herren- und in der Ritterstraße getestet, um die Fächerstruktur hervorzuheben. Weitere Beleuchtungsvorschläge beziehen sich laut BNN vom 6.5.2008 unter anderem auf den Ludwigsbrunnen am Marktplatz, auf die Speicherhäuser am Hafenbecken und auf die Rheinbrücke.
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